News

News
   zur Zeit keine neue News vorhanden
Geschichte
Der alpine Rennsport hat im Erzgebirge eine lange Tradition. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lernte der internationale Skisport - ungeachtet der geographischen Lage der deutschen Mittelgebirge -, die Athleten und Skirennen um Geisingberg, Oberwiesenthal oder Lausche Europaweit schätzen.

Die höchst anspruchsvollen und abenteuerlichen Abfahrten durch Ziehwege und Waldschneißen gehören jedoch inzwischen der Vergangenheit an. Geblieben ist sowohl der Geist jener Zeit als auch die Lust und Freude an diesem Sport mit seinen interessanten Wettkämpfen.

In den 60er Jahren fanden Sportfreunde aus Dresden, Pirna, Geising und Umgebung, unter dem organisatorischen Dach des bekannten Radio- und Elektromotorenherstellers Sachsenwerk eine gemeinsame Basis für den Skisport im Verein Motor Niedersedlitz. Unter der sportlichen Leitung von Herrn Hauswald wurde an Geisingberg und Kolhaukuppe für verbandsoffene Rennen in den Mittelgebirgen der DDR trainiert. Die Teilnahme an den DDR-Meisterschaften 1969 brachte den ersten Titel bei den Junioren.

Anfang der 70er Jahre wurde die Sektion Ski Alpin in der Betriebssportgemeinschaft Sachsenwerk (BSG) gegründet, in der sich der organisierte alpine Rennsport in Dresden neu formierte. Die sportliche Leitung übernahm Herr Dr. sc. Wolf Blumensaat. Der Verein bekam eine neue Heimat in Rehefeld bei Altenberg - die "Schneiße". Damit wurde die Grundlage für eine kontinuierliche und erfolgreiche Entwicklung geschaffen, die 1978 mit einer DDR-Vizemeisterin im Slalom der Damen begann. Zugleich erfolgte ein steigender Zulauf an Mitgliedern, vor allem im Kinder- und Jugendbereich. Und dies, obwohl der alpine Rennsport in der Sportlandschaft der DDR als nicht erwünscht galt und keine dementsprechende Anerkennung fand.

Dennoch, mit der Errichtung eines Hakenschleppliftes, der Verlängerung der Rennstrecke, dem Bau eines Zielhauses, der Montage einer professionellen Zeitmeß - und Beschallungsanlage und einer gewissenhaften Ausbildung vieler Kampfrichter, stellten die Mitglieder des Vereins fantastische Freizeit-, Trainings- und Wettkampfbedingungen her.

Eingeleitet und begleitet von straffem abwechslungsreichem Konditionstraining bot jede Saison schöne Rennveranstaltungen. Das einwöchige Mattentrainingslager im Herbst bei einem Verein in Ostrava (damalige CSSR) war in der Zeit von 1982 bis 1986 sicher einer der Höhepunkte.

Lohn für den Aufwand und Fleiß der Eltern und Sportler waren unzählige Medaillen und Platzierungen aller Altersklassen bei Stadt-, Bezirks-, DDR-Meisterschaften und Punkterennen. Fast regelmäßig stellte der Verein dabei einen Gewinner des DDR-Meistertitels im Schüler- oder Jugendbereich. Damit war die BSG Sachsenwerk ein ernsthafter Wettbewerber im Vergleich der gestandenen Vereine im alpinen DDR-Rennsport.

Gemessen an den damaligen Möglichkeiten fand der Sport auf hohem Niveau statt und die große Leistungsdichte sorgte für eine entsprechende Weiterentwicklung. So war es auch der Kreativität und dem Einfallsreichtum einiger Tüfftler des Vereins zu verdanken, daß damals der internationale rennsportliche Weg mit der Einführung der Kippstangen nicht an den Sportlern vorbeilief.

Die strukturellen Veränderungen zu Beginn der 90er Jahre machten das Bestehen der Sektion nicht einfach. Trotz auffallenden Erfolges einiger Herren der BSG Sachsenwerk bei zahlreichen DSV-Rennen in den Alpen brach der Nachwuchs ab. Das vielfältigere Angebot sinnvoller Freizeitgestaltung und traumhafte alpine Verhältnisse in den Alpen ließen die Mitgliederzahlen wieder sinken.

1994 schied die Sektion Ski Alpin aus der Trägerschaft Sachsenwerk aus. Unter der Maßgabe, die bis dahin geschaffenen guten Trainings- und Wettkampfbedingungen der Schneiße Rehefeld auch zukünftig zu erhalten, wurde unter dem Namen Ski Club Rehefeld e.V. mit dem Vorsitzenden Herrn Steffen Kern der Verein in der heutigen Form gegründet.

Aber, die Realisierung des für die Region unangemessenen Projektes Doppelsesselbahn und der auferlegte Zwang zum Rückbau unseres Liftes zerstörte jede optimale technische und sportliche Grundlage für neuen Nachwuchs.

Mit dem plötzlichen Tod unseres langjährigen Trainers und Vorsitzenden, Herrn Prof. Wolf Blumensaat, im selben Jahr, ging ein Sportfreund von uns, der durch sein außergewöhnliches Engagement und Fachwissen für die sportliche Entwicklung des Vereins kaum zu ersetzen war.

Trotz "Verein ohne Heimat" blieb vielen Mitgliedern der Wille, Möglichkeiten des Weitermachens zu suchen. Höhepunkte waren somit in den letzten Jahren die zweimalige erfolgreiche Ausrichtung der Landesjugendspiele 1998 und 2000 und die Vereinsfahrten im Winter nach Österreich oder Italien, denen das Wort "Vereinsleben" nachhaltiger als zuvor Bedeutung verlieh.

Nach dem endgültigen sportlichen Abschied von Rehefeld im Jahr 1998 nannte sich der Verein Alpiner Skiclub Dresden e.V.

Im Herbst 1999 erhielt der Verein durch die Gemeinde Hermsdorf/Erzgebirge die einmalige Möglichkeit, langfristig eine eigene Trainingsanlage in Seyde zu nutzen. Diese Chance hat der Verein wahrgenommen und sofort mit der Werterhaltung und Pflege begonnen. Bereits im März 2001 fand erfolgreich ein erster Wettkampf für Kinder (6-10 Jahre) statt.
 

Mitglied im







Wetter